Reisen

Australien & Tasmanien 2015

Anfang Februar war es endlich soweit.
Sabine und ich machten uns auf nach Australien.

Hier ein kleiner Auszug aus unserem Trip.

Über den Hinflug gibt es nicht viel zu berichten. Wir reisten mit Emirates, von daher kann man sich wieder über Komfort, Platz oder das Essen beschweren. Doch, einen Punkt gibt es doch :-), wir haben uns mit dem ersten Glenfiddich im Flieger auf den Urlaub eingestimmt.
Angekommen in Australien (Melbourne) wurden wir von Silke und Michael am Flughafen begrüßt und abgeholt. Nach einer Stärkung ging es für uns dann nur noch ins Bett. Am nächsten Morgen haben wir dann auch Heinz und Ines, die ebenfalls zu Besuch waren, begrüßt. Den ersten Tag haben wir mit dem Abholen unseres Cheapa Campa und Einkaufen für unseren Trip verbracht. Da unser erster Tag zugleich der letzte für Heinz und Ines waren gab es am Abend ein Abschiedsgrillen von Silke und Michael. Da Grillen an sich schon zu den schönen Dingen im Leben gehört sei an dieser Stelle aber erwähnt, dass Michael dieses Grillen zu einem wahren Gaumenschmaus hat werden lassen. Wir hatten Tagsüber beim Einkaufen Fleisch für eine Picanha eingekauft. Diese hat Michael dann am Abend „gezaubert“. Ich zähle mich als bekennender Foodie durchaus zu den Genießern auf dieser Welt. Besonders gutes Fleisch, welches auch noch gut zubereitet wird, hat es mir angetan. Was Michael an diesem Abend uns und den anderen Gäste zubereitet hat, kann sich ohne jeden Zweifel in jeder gehobenen Küche sehen lassen. Kurzum, es war ein Traum (Danke!)

Am nächsten Morgen hieß es dann „Aufbruch“. Der Campa war beladen, die Sonne am Himmel, die Laune bestens. Willkommen im Linksverkehr. Wie uns Michael und Silke schon bei der Ankunft erzählten, erkennt man in Australien die Touristen daran, dass sie auch bei schönstem Wetter an Kreuzungen den Scheibenwischen betätigen. Bereits nach dem ersten Abbiegen zählten auch wir dazu. In Australien ist der Blinker auf der rechten Seite…

Nach dem wir nach einigen Kilometern Melbourne hinter uns gelassen hatten fuhren wir auf die Great Ocean Road und machten auch gleich in einem der ersten Orte (Geelong) einen Stop. Bekannt für seine Wellen und die vielen Surfer. Lieder war es uns an diesem Tag nicht vergönnt den Profis beim Surfen zuzuschauen. Neos und Schwimmwesten für das heimische Wasserski wurden gekauft. Weiter ging es an traumhaften Stränden und schönen Ortschaften (z.B. Torquay, Apollo Bay, Lorne, ) weiter. Wir haben uns an diesem Tag auch einen Reitausflug gegönnt. Da wir etwas später zur Ranch kamen, waren bereits alle Tagestouren vorüber und nur noch eine Anfängertour geplant. Nach einem kurzen Gespräch wurde uns aber für den Nachmittag eine Tour mit Trab, Galopp und jeder Menge Spaß angeboten. Diese hatten wir dann auch, und zwar nur wir beide mit dem Tourguide.

Die Tage an der Great Ocean Road verbrachten wir mit Wandern, am Strand sitzen, Erkunden der Umgebung und dem ersten Campen in unserem gemeinsamen Leben. (Wir zählen uns hier eher zu den „Luxus“ Campern. Duschen, Toiletten und ein Stromanschluss waren schon immer vorhanden :-))
Hier haben wir auch gleich unsere erste Erfahrung gesammelt. Da wir zu den Menschen gehören, die gerade Ihre Unterkünfte spontan suchen (da wir meist nie wissen wo wir Abends landen) standen wir immer wieder vor verschlossenen Campingplätzen. Der gemeine Camper ist wohl gern schon Nachmittags auf seinem Stellplatz und nicht erst spät Abends. Das sollte uns noch ein paar mal passieren, tat dem ganzen aber keinen Abbruch.

Auf einer dieser Touren haben wir auch unsere ersten wilden Koalas gesehen.

Nach der Great Ocean Road stand der Grampians National Park an (Stawell, Dunkeld, Halls Gap, Lake Bellfield, Mount Zero, die McKenzie Falls, eine Olivenfarm,  und The Balconies sind nur ein paar der besuchten Orte) . Hier verbrachten wir die Zeit mit Wandern und sahen auch wilde Kangaroos welche nur 2m von uns entfernt waren. Wir  Da unsere Reisen nie ganz so verlaufen wie sie geplant oder auch nicht geplant sind, hatten wir ein paar Probleme mit unserem Campa. Leistungsverlust, Geruch von verbranntem Öl, laute Geräusche vom Auspuff. Nach Anruf bei der Vermietfirma wurde uns für den nächsten Tag ein Termin in einer Werkstatt zugesagt. Diesen Abend mussten wir dann doch auf einem anderen als dem geplanten Campingplatz verbringen, und auch der nächste Tag bestand zunächst einmal daraus, die Werkstatt zu finden. Nach kurzem Blick über das Gefährt wurde uns gesagt, dass man nichts finden könne und wir ruhig weiterfahren sollten (naja, ist ja nicht unser Auto). Wir machten uns auf in Richtung Melbourne und haben noch eine Goldgräber Stadt (Ballarat) besichtigt und uns im Museum ein wenig Geschichte gegeben. Zurück in Melbourne konnten wir bei Silke und Micha ein wenig Wäsche waschen, den Campa zurück bringen und nach einer kurzen Nacht mit dem Flugzeug nach Tasmanien aufbrechen.

In Tasmanien haben wir unseren Mietwagen in Empfang genommen uns uns gleich aus Hobart verabschiedet. Wir sind die Ostküste den Tasman Hwy nach oben gefahren (Swansea, Freycinet National Park). Beflügelt vom schönen Wetter in Australien haben wir bei unserem Gepäck doch etwas zu leichtsinnig kurze Kleidung eingepackt. Wir wurden begrüßt mit Sturm, Regen und kalten Temperaturen (nicht, dass Silke und Micha uns gewarnt hätten). Auch Tasmanien hat ein paar schöne Strände zu bieten, einzigartige Aussichten und Walks. Wir verbrachten hier die Nächte in Bicheno, St. Helens und Eaglehawk Neck) Wir besichtigten eine Aufzuchtstation für Tasmanische Teufel, ein kleines aber feines Restaurant mit selbstgemachtem Eis, Port Athur, traumhafte Strände und einen der größten Wasserfall Tasmaniens (Saint Columba Falls).

Der Wasserfall wurde auch gleich wieder eine Geschichte für sich. Da es zwei Tage sehr stark geregnet hatte sind alle Flüsse und Bäche aufgrund der Wassermassen stark angestiegen. Als wir uns am späten Nachmittag zum Besuch des Wasserfalls entschlossen, befuhren wir als einzige eine kleine Straße in Richtung der Berge. In einem Tal sahen wir überflutete Wiesen, Kühe und Rinder die sich auf Anhöhen gerettet hatten, und einen Bach der zum Fluß wurde. Wir mussten eine ca 10m lange Brücke überqueren. Das Wasser stand hier bereits 10cm unter der Fahrbahn. Nach weiteren 20 Minuten waren wir am Parkplatz für den Wasserfall angekommen. Sehen konnte man nichts, aber hören. Die Niagarafälle können an Lautstärke nicht mehr bieten. Nach ca 10 Minuten Fußweg erreichten wir dann eine Aussichtsplattform. Besser, wir versuchten sie zu erreichen. Aufgrund des Regens war der Wasserfall ca. 10x größer als er normalerweise ist. Auf der Plattform dauerte es keine 5 Sekunden bis wir beide bis auf die Unterwäsche durchnässt waren (Trotz langer Sachen, Regenjacken, Kapuzen…). Auf dem Weg zurück zu unserem Hotel haben wir noch an einem der ältesten Pubs Tasmaniens angehalten und wollten sehen „wo die Schweine Bier trinken„. Der Pub war gemütlich eingerichtet, die Kaminfeuer brannten und wir fühlten uns sofort wohl. Das Essen und das erste Bier waren schnell bestellt. Nach ein paar Minuten wurden wir dann allerdings gefragt, ob wir unser Essen haben möchten, oder doch lieber versuchen unser Hotel zu erreichen. Oben beschriebene Brücke sei bereits leicht überflutet. Nach einem „großen“ Schluck aus dem Glas und dem Herunterschlingen unserer Vorspeise machten wir uns dann auf den Weg. Angekommen an der Brücke stellten wir fest, dass diese bereits ca 20 – 30 cm überflutet war. Umdrehen, oder Augen zu und durch? Wir haben unserem kleinen Nissan die Sporen gegeben und sind mit Vollgas über die Brücke gefahren. Und ja, man merkte, dass das Auto leicht abdriftete. Angekommen auf der anderen Seite, sahen wir dann einen Pickup mit über 40cm Bodenfreiheit, großen Reifen und bestimmt doppeltem Gewicht unseres Autos, der vor der Brücke hielt. Er hat sich nicht getraut….

Die nächsten Tage verbrachten wir im Süden Tasmaniens. Eine Unterkunft mit herrlichem Ausblick, Strandbesuche und Wanderungen machten uns den Abschied von Tasmanien nicht wirklich leicht. (Besonders die Wineglass Bay und die Umgebung sind ein absoluter Traum). Vor dem Abflug in Hobart haben wir noch das MONA besucht und den botanischen Garten. Hier müssen wir uns wohl beide eingestehen, dass wir mit moderner Kunst nicht viel anfangen können. Der botanische Garten hat uns da wesentlich besser gefallen 🙂

Zurück in Melbourne verbrachten wir noch zwei Nächte bei Silke und Micha.

Wir erkundeten die Stadt, kochten mit den beiden, waren Shoppen und zum Abschluss sehr lecker asiatisch Essen. Dann hieß es Abschied nehmen.

Morgens um 3.30 Uhr ging unser Flieger. Nach kurzem Stop in Kuala Lumpur und verspäteter Landung aufgrund eines Sandsturms in Dubai haben wir dann festgestellt, dass Flugzeuge doch auch ohne all ihre gemeldeten Passagiere starten. So bekamen wir dann einen 6 Stunden dauernden Aufenthalt im Hotel mit ein wenig Schlaf und einem guten Abendessen. Hier haben wir zwei nette Leidensgenossen kennengelernt. Ein paar Stunden später saßen wir wieder im Flieger und landeten gesund und übermüdet Sonntag Morgen in FFM (64 Stunden auf den Beinen). Hier wurden wir von Christian und Marei in Empfang genommen und wohlbehalten zuhause abgeliefert.

Kurzum: Ein traumhafter Urlaub am anderen Ende der Welt, und die Bestärkung in der Entscheidung noch mehrmals dieses wunderschöne Land zu besuchen.

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