Reisen

USA, Florida Dezember 2015

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Eine Woche Sonne tanken bei Sam.

Im Dezember 2015 sind wir wieder einmal für eine Woche in das sonnige Florida gereist. Sonnig allein aus dem Grunde, dass wir Temperaturen hatten die höher waren als an dem wärmsten Sommertag in Florida. So konnten wir es uns bei über 32 Grad gutgehen lassen. Dieses Mal war der Urlaub zum körperlichen erholen und abschalten geplant.

Los ging es für uns am 28.12.2015 von Frankfurt Main mit American Airlines.
Über den Flug gibt es nicht viel zu berichten, die Filme kannten wir alle schon, die Servicekräfte waren sehr nett und zuvorkommend und wir waren wieder einmal froh, dass vegetarische Essen bestellt zu haben und nicht mit der Frage „Pizza or Pasta“ begrüsst zu werden :-). Schön waren die Schneemassen über Grönland und Canada die man als Europäer schon lange nicht mehr kennt.

In Tampa angekommen wartete auch schon Sam am Flughafen auf uns. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann mit dem Auto ab nach New Port Richey.  Dort angekommen, haben wir erstmal das Gepäck verstaut, etwas beim Sushi-Mann bestellt und uns alle Neuigkeiten der letzten Tage, Wochen und Monate erzählt. Danach gab es noch eine kleine Bescherung und den wohlverdienten Schlaf.

Der Dienstag startete mit einer großen Tasse Kaffee und dem Einkauf bei Publix um den Kühlschrank auf eine Woche „Deutsche“ vorzubereiten. Beim Einkauf in den USA wird einem immer wieder schmerzlich bewusst, wie weit wir in Europa bei den frischen Lebensmitteln (auch BIO) doch noch hinterherhinken.

Danach ging es nach Tarpon Springs, der ehemals grössten Industrie für natürliche Schwämme. Hier verbrachten wir ein paar Stunden mit Stöbern in kleinen Läden und kauften das ein oder andere Souvenir. Etwas gewöhnungsbedürftig war für uns die ganze Weihnachtsdekoration unter Palmen. Im letzten Laden (London Art Studio) machte Michael dann auch gleich mal mit seinen Schuhen einen Schritt in die Hinterlassenschaft des Hundes vom Ladenbesitzer. Dieses war den Mitarbeitern so peinlich, dass sie sich mehrfach entschuldigten. Für Michael hieß es Schuhe säubern…(und gleich mal wieder ein Grund ein paar neue Schuhe zu kaufen :-)) Danach sind wir noch durch ein paar kleinere Trödelläden geschlendert und mussten uns leider eingestehen, dass die Koffer mal wieder viel zu klein waren.

Wieder bei Sam im Haus angekommen, kam bei ihm der Wunsch auf, das Top seines alten Fourrunners zu entfernen. Gesagt – Getan. Nach einem kurzen Besuch im örtlichen HomeDepot, dem Kauf von ein paar Spanngurten und dem beherztem Einsatz von Werkzeug war die Arbeit nach ca. einer Stunden getan. Zeit für eine kleine Probefahrt durch die Nachbarschaft.

Den Abend verbrachten wir in Bern´s Steak House. Einem der besten Steakhäuser der Welt. Man wirbt hier mit den teuersten und „hübschesten“ Steaks der USA (was immer auch ein „hübsches“ Steak so ausmacht…). Über 500.000 Flaschen Wein ruhen dort im Keller. Es gibt eine Weinkarte, über 12 Seiten für die offenen Weine, und ein Weinbuch, für dass man Stunden bräuchte um alle Weine zu lesen. Es ist nicht nur ein Tempel für Steakliebhaber, es ist der Himmel. Allerdings stellte Michael fest, dass die Amerikaner und er unter der Definition von einem „großen“ Steak etwas anderes verstehen. Er ist nicht satt geworden.
Nach dem Essen gab es noch eine kleine Führung durch die Küche (hier können 250 Steaks zur gleichen Zeit gegrillt werden) und besagtem Weinkeller. Hier lagerten Weine von 20,00 – 10.000,00 Dollar pro Flasche. Dann ging es ab in den Dessert Room. Hier wurden wir mit eine Karte überrascht, die auf mehreren Seiten Kaffeespezialitäten, Dessen-Weine, Zigarren, Süßspeisen und Früchte enthielt. Michael wurde also doch noch satt! Dieses Restaurant kann man eigentlich garnicht beschreiben, man muss es erleben.

Mittwoch hieß es dann bei traumhaften Temperaturen ab aufs Wasser.
Mit ein paar Kayaks ging es beim Crystal River auf die Suche nach den Manatees (Rundschwanzseekühe). Wie auch schon im Frühjahr war es schöne Fahrt über das Wasser mit ein bisschen Bewegung und jeder Menge Spaß. Leider sollten wir an diesem Tag keine Manatees zu Gesicht bekommen, dafür jede Menge Wasservögel. Wir stellten aber fest, dass ein Haus direkt am Wasser mit eigenem Bootsanleger, Zugang zum Wasser und großem Garten auf der Liste der Dinge steht, die wir im Leben noch erreichen möchten :-).

Nach dem Kayak fahren, und einer kleinen Stärkung, haben wir dann in „Sam´s-Bar“ den Sonnenuntergang genossen. Am Abend wurde dann der Grill angeworfen und bei leckerem Gemüse und ein paar Bier über alte Zeiten geredet.

Der Donnerstag startete nach einem ausgiebigem Frühstück recht entspannt. Es ging für uns wieder ab aufs Wasser. Dieses mal allerdings mit dem Boot. Wir mieteten uns ein kleines „Partyboot“ und fuhren ein paar Meilen hinaus in den Golf von Mexico und landeten an einer kleinen Insel. Hier verbrachten wir ein paar schöne Stunden am und im Wasser und haben ein paar Krebse erschreckt und Delphine  beobachtet. (Ein Führerschein für das Boot (auch für größere) ist übrigens nicht notwendig. Nach einer kurzen Einweisung ging es direkt auf die „Hohe-See“).
Unseren Mittagshunger stillten wir dann auch gleich in der Beach-Bar direkt am Anleger und stellten fest, dass im Urlaub die Cocktails auch schon zur Mittagszeit besonders gut schmecken. Danach ging es ab nach „Hause“. Auffrischen und aufhübschen, denn den Silvesterabend haben wir bei einem Swing-Event in St. Petersburg verbracht. Hier hieß es bei Getränken und schöner Musik das neue Jahr begrüßen.

Am Freitag stand dann nach dem Frühstück für Sam und Michael der neue Star-Wars Kinofilm auf dem Programm. Bine nutzte die Zeit für einen ausgiebigen Einkaufstrip und auch Michael fand nach dem Film noch das ein oder andere Kleidungsstück. Dann ging es wieder nach St. Petersburg, nach Madeira Beach. Diesmal den Sonnenuntergang mit ein paar Cocktails und einem leckeren Seafood-Essen am Strand genießen.

Samstag haben wir dann im Jay B. Starkey Wilderness Park eine kleine Wanderung unternommen.
Hier kam Sam auf die spontane Idee uns doch ein paar Fahrräder zu kaufen. Keine Stunde später befanden wir uns mit unseren neuen Rädern bereits auf einer alten Bahnstrecke die zum Rad- und Wanderweg umgebaut wurde. Hier radelten wir ein paar Stunden in die Abendsonne. Auf dem Rückweg hielten wir an einer der vielen kleinen Brauereien (Stilt House Brewery) am Wegesrand an, und testeten uns durch die dort angebotenen Biersorten. Eine dieser Brauereien hatte leider noch nicht geöffnet, die „de Bine“ Brauerei. Wir haben hier aber bei einem kurzen Stop direkt eine Besichtigung vom Eigentümer bekommen, und Sam das Versprochen abgerungen, beim nächsten Deutschlandbesuch ein paar Flaschen mitzubringen.

Abends wurden dann die Koffer gepackt und sich mit einem gemeinsamen Abendessen von Sam verabschiedet, da dieser am nächsten Morgen um 4 Uhr zur Arbeit aufbrechen musste. Nach einer kurzweiligen Fahrt mit dem Taxi zum Tampa Airport (jeder Amerikaner oder auch in die USA gezogene hat Familie in Deutschland, war schonmal in Deutschland oder stammt aus Deutschland), einem Flug nach Philadelphia und dann nach Frankfurt waren die erholsamen Tage auch schon wieder vorbei. Deutschland begrüßte uns mit Regen in Frankfurt, Schnee in der Wetterau (und ja, die ganzen Städter können kein Autofahren bei Schnee. Gott sind die geschlichen. Pussies!) und jeder Menge Arbeit in den Firmen, so dass der Jetlag keine Zeit hatte sich unserer zu bemächtigen.

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2 Comments

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    Reply Stephan 10. Januar 2016 at 18:16

    Ihr seid aber auch ganz schön oft in den USA oder??

    • Michael
      Reply Michael 10. Januar 2016 at 18:21

      Oft kann man jetzt nicht sagen, aber so ab und an einmal 🙂

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